Leben mit Kind

Warum Marie Kondo nicht für jeden funktioniert

Na, die traut sich ja was. Das erfolgreiche und so bekannte System von Marie Kondo in Frage stellen?

Ja, denn ich glaube, dass eben nicht alles von Marie Kondo funktioniert, bzw nicht für jeden und dazu gehöre auch ich.

#Konmari #mariekondo #ordnungschaffen

Was ein Hype! Eigentlich immer noch? Keine Ahnung. Für mich war es gefühlt, wie mit Neujahrsvorsätzen, von denen dann zu 90% spätestens nach wenigen Wochen keiner mehr etwas hören möchte.

Das Netz war voll, Aufräumchallenges und Bilder aufgeräumter und gut sortierter Schränke oder vollbelagerte Betten und Fußböden vor dem großen Ausmisten.

Ja, und wenn so ein Hype-Thema dann mal wieder durch ist, trennt sich auch wieder die Spreu vom Weizen. Diejenigen, die das Thema voll durchgezogen haben und bei denen sich Konmari nun durch alle Räume zieht und diejenigen, die es eben nicht durchgezogen haben. Die Gründe lasse ich jetzt mal unkommentiert.

Marie Kodo und ich

Ich persönlich glaube ja, dass es auch nicht notwendig ist, die Konmari-Methode von Anfang bis Ende durchzuzieren.
Ich habe zum Beispiel “persönliche Baustellen” innerhalb unserer Räume und dann gibt es eben Schränke oder Kommoden, die so wie sie sind in Ordnung sind.
Und das habe ich mir bewusst gemacht und mich gefragt: “Was stört mich denn eigentlich konkret, wenn es um Ordnung und System bei uns geht?”

Ich muss nicht an irgendeiner Stelle ein Fass aufmachen, weil es eine bestimmte Methode oder Challenge vorgibt, sondern dann, wenn es MICH nervt.

Was hat sich bei mir durchgesetzt?

Die Falttechnik

Ganz eindeutig die Falttechnik. Die Kleidung für unsere Tochter befindet sich in großen Teilen in einer Kommode mit Schubladen. Hier hat sich das Falten und das senkrecht Hinstellen der Kleidungsstücke total bewährt. Denn gerade in Kommoden greift man nur schnell zu dem was vorne und obenauf liegt. Durch die neue Falttechnik, habe ich einen wesentlich besseren Überblick über die Kleidung und damit werden auch die Kleidungsstücke getragen, die sonst “unten und hinten liegend” kein Mensch sieht.

Mehr Sensibilität – weniger Konsum

Das Thema schafft Sensibilität. Man macht sich bewusst, was man alles hat und stellt sich damit auch einfach mal die Frage, ob man das alles wirklich braucht. Über dieses Nachdenken bin ich nun noch stärker da angekommen, meine Kleidungsstücke besser auszuwählen, und hochwertigeres zu kaufen und dafür eben weniger. Das führt dann logischerweise zu weniger Konsum.

Das führt dann bei mir auch zu mehr Wertschätzung, gegenüber den Dingen, die ich mir kaufe oder aber bereits besitze. Ich gehe pfleglicher mit meinen Kleidungsstücken um und habe den Anspruch, sie möglichst lange tragen zu können. Weniger Konsum und ein besserer Umgang, mit dem was man hat führt bei mir dann auch zu mehr Ordnung.

Besseres Ordnungssystem – schneller im Alltag

Ich glaube ja fest daran, dass Organisations und / oder Ordnungssysteme unheimlich hilfreich sind. Wenn diese Systeme logisch und / oder selbsterklärend aufgebaut sind, dann haben sie neben der schönen Ordnung auch noch einen anderen entscheidenden Vorteil: Sie sparen Zeit! Man verbringt nicht mehr unnötig Zeit mit suchen, sondern weiß wo was liegt und was man hat.

Klingt alles so einfach, eigentlich.

Fazit

Das sind die Dinge, die ich für meinen bzw. unseren Alltag aus der Konmari Methode von Marie Kondo mitgenommen habe. Nicht alles ist für mich umzusetzen. In meinem Kleiderschrank macht die Falttechnik einfach gar keinen Sinn und entrümpelt habe ich im ersten Jahr mit Kind sehr stark, sodass ich nicht mehr diese Unmengen an Kleidungsstücken besitze.
Ich finde es einfach wichtiger, solche Methoden durchdacht auf sich zu übertragen und die für sich wichtigen Dinge herauszuarbeiten und dann umzusetzen. Und nicht, einfach blind loslegen, damit es ein paar Wochen später wieder im Sande verläuft.

Lieber ein paar wenige Tricks oder Teile von Marie Kondos Methode übernehmen, diese dann aber langfristig.

Und wie schaut es bei euch aus? Ward ihr auch dem Kondo Fieber verfallen? Was hat sich seit dem Verändert? Und Was vielleicht nicht?

Ich bin gespannt was ihr dazu sagt.
Alles Liebe,
Eure Susanne

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