Digitalisierung,  Leben mit Kind

Digitalisierung der Arbeitswelt

Aus der Sicht einer Mama, die die Vorzüge der Digitalisierung genießt. geschrieben: Zuhause auf der Couch.

Mein Tag heute:

Aktuell ist Sommerzeit. Die Kita ist geschlossen und das drei Wochen. Im Moment ist die kleine Madame zuhause und wird von Oma, Papa und mir betreut.

Ich stehe um 6 Uhr auf, gehe duschen und mache mich in Ruhe fertig. Es gibt Kaffee und ein kleines Frühstück. Ich fahre den Laptop hoch und beginne zu arbeiten.

Um 8:00 Uhr wacht meine Tochter auf. Meine Arbeit pausiert – bis ich nachher im Büro bin.

Um 09:45 Uhr kommt die Oma-Mama und übernimmt. Wir erzählen noch kurz und ich mache mich auf den Weg ins Büro: Ankunft 10:30 Uhr. Laptop andocken, kurze Abstimmung mit den Kollegen, bei einem Stück Kuchen, denn ein Kollege hat Geburtstag.

Ich arbeite weiter. Um 16:45 verlasse ich das Büro. Um 17:00 Uhr findet eine Veranstaltung statt, zu der ich mich angemeldet hatte. Es geht um die Digitalisierung der Arbeitswelt, den Wandel der durch die Digitalisierung entsteht. Eigentlich spannend. Um mich herum, in der Hauptsache Betriebsräte.

Entgrenzung der Arbeitszeit

In der Diskussion geht es immer wieder um die Entgrenzung der Arbeitszeit. Darum Grenzen und Linien zu ziehen, um Arbeitnehmer zu schützen, um Ausgleich zum Arbeitsalltag zu sichern, um Ruhezeiten zu gewährleisten.

Da sitze ich nun und lasse meinen bisherigen Tag revue passieren: Ich genieße die sogenannte Entgrenzung gerade, sie schafft Flexibilität für unsere aktuelle Situation zu Hause. Das Kind während der Ferien zuhause zu betreuen und dabei auch weiterhin zu arbeiten.

Nicht, dass hier ein faslches Bild entsteht: Ich bin definitiv für ein gerechtes und soziales Arbeiten, finde den Schutz und die Wahrung von Arbeitnehmerrechten wichtig: Aber, es muss so geregelt sein, dass mobiles Arbeiten, Home Office und Vertrauensarbeitszeiten damit  vereinbar sind.

Entgrenzung vs. Flexibilität

Denn es macht unser Familienleben gerade um einiges einfacher. Starre Büroarbeitszeiten, Präsenzzeit und dergleichen sind meiner Meinung nach vielen Familien heute nicht mehr praktisch.

Schaue ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis um, sind in den meisten Familien beide Elternteile berufstätig. Beide Teilzeit, eine*r Vollzeit, die / die andere Teilzeit. Die Kinder werden betreut. Und unabhängig davon, ob einer oder vielleicht sogar beide Elternteile an Schichtdienste o. Ä. gebunden sind, es verlangt Organisation in der Familie. Und da ist es doch, vorausgesetzt das Berufsbild lässt es zu, unglaublich entspannend, wenn ich mir meine Arbeitszeiten und auch den Arbeitsort selbst einteilen kann.

Somit verfolge ich gespannt die Entwicklungen, was die Arbeitszeitüberprüfung angeht, aber auch den Gesetzesvorschlag der SPD, Arbeitnehmern einen Anspruch auf Mobiles Arbeiten einzuräumen.

Soviel von heute und von mir. Mein Tag ist jetzt zu Ende. Gute Nacht.

Alles Liebe,
Susanne

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