Digitalisierung,  Kinder und Medien,  Leben mit Kind

Digitale Kinder – ja selbstverständlich

Digitale Kinder, ja selbstverständlich finde ich. Denn unsere Kinder wachsen ja einfach damit auf. Alle Erwachsenen laufen mit ihrem Smartphone umher: auf der Straße, in den Öffentlichen, Haltestellen, einfach überall. Und auch zuhause ist es doch häufig genauso.

Das Handy liegt oftmals in greifbarer Nähe. Ist doch klar, dass die Kinder selbstverständlich den Umgang mit den Dingern lernen. Genauso wie sie andere Aktivitäten von uns nachahmen. So wie sie versuchen ihre Schuhe selbst zuzubinden, oder anfangen Gabel UND Messer zum Essen zu nutzen, wissen sie auch, was das Wischen auf dem Smartphone bewirkt.

Sie haben keine Hemmung vor den digitalen Medien. Sie finden es spannend. Eigentlich ja auch logisch, es ist Bewegung in den Bildern, es ist bunt und interaktiv. Und sie begreifen ziemlich schnell welch hohen Stellenwert das Smartphone für uns Erwachsene hat.

Ich denke, wenn meine Tochter in die Schule geht, wird sie automatisch mit der Einschulung mit einem Tablet arbeiten. Es wird hoffentlich keine extra oder vereinzelten mehr geben (der Begriff ist finde ich schon oldy). Es soll selbstverständlich sein. Wie ein Rucksack zur Einschulung.

Rahmenbedingungen schaffen

Und mit dieser Entwicklung der digitalen Transformation gibt es aber aus meiner Sicht ein paar wichtige Rahmenbedingungen oder Parameter, auf dem Web unsere Kinder zu begleiten. So wie wir unseren Kindern beibringen, wie man sich im Straßenverkehr zu verhalten hat. Eigentlich doch logisch.

Wie können wir unsere Kinder im Umgang mit den digitalen Medien unterstützen

Informiert sein

Ich meine hier nicht, alle Apps in und auswendig zu kennen, oder sämtliche Spiele bis in die höchsten Levels begriffen und gespielt zu haben. Aber einfach mal ausprobieren und so versuchen zu verstehen, was so begeisternd ist. Sich informieren. Das finde ich gut und wichtig.
Und das sit auch schon die perfekte Überleitung zu meinem nächsten Punkt:

Auskunftsfähig sein

Ich möchte meiner Tochter ihre Fragen beantworten können, ihr gerne eine Art “Erklärbär” sein. Wenn ich weiß, was im Netz in irgendwelchen Gruppenchats so geschrieben wird dann kann ich ehrlich und authentisch mit meinen Kindern sprechen. Oder wenn mir selbst mal blöde Dinge im Netz passiert sind, ein kleiner Shitstorm oder unschöne Bilder, die ich zugesendet bekommen habe, die ich de facto nicht sehen wollte. Kann alles passieren. Auch unseren Kindern und da möchte ich auskunftsfähig sein und mit meinem Kind drüber sprechen können.

Vertrauensperson sein

Das ist ein grundsätzliches Thema. Aber auch bei dem Thema digitale Medien ist es doch schön, wenn meine Tochter mir vertraut. Ich finde es wichtig, dass sie einmal eine Vertrauensperson hat, zu der sie mit ihren Problemen und Ängsten gehen kann. Ob das ich oder ihr Papa bin, Onkel, Tante, Opa oder Oma. Hauptsache, sie weiß, dass diese Person immer angesprochen werden kann. Ohne Ängste, dass Spiele gesperrt werden oder eine sonstige Sanktion folgt.

Vorbild sein

Der Punkt ist eigentlich so einfach und doch schwer. Denn er hat etwas damit zu tun, sich selbst zu reflektieren und auch zu disziplinieren. Wenn ich meinem Kind Werte vermitteln möchte, Verhaltensweisen “beibringen” möchte, dann lebe ich das am besten auch vor. Meine Meinung. Ich möchte nicht, dass mein Kind irgendwann mit dem Smartphone am Esstisch sitzt? Dann gehört meines auch nicht dahin. Handys, Tablets und Co sollen nicht mit ins Schlafzimmer? Dann auch unsere nicht. Dessen will ich mir bewusst sein. (Und glaubt mir, ich muss mich sehr disziplinieren, mein Handy nicht mit ins Schlafzimmer zu nehmen, denn das hat sich seit Jahren so eingependelt…)

Ich würde mich freuen, wenn euch die Tipps helfen, euch inspirieren oder zum Nachdenken anregen.

Lasst mir auch gerne einen Kommentar hier.

Alles Liebe,

Susanne

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